A-Post, B-Post, A-Post Plus oder Einschreiben: die Unterschiede

Redaktion eingeschriebener-brief.ch

Veröffentlicht am · 3 Min. Lesezeit

Müssen Sie diesen Brief versenden? Senden Sie ihn online als Einschreiben, ohne Wege und ohne Drucker.

Nicht jeder Brief braucht ein Einschreiben, aber mancher Brief ist ohne Nachweis wertlos. Wer die vier gängigen Versandarten kennt, spart Geld bei der Alltagspost und geht bei wichtigen Schreiben kein Risiko ein.

Dieser Vergleich erklärt B-Post, A-Post, A-Post Plus und das Einschreiben: was sie leisten, worin sie sich unterscheiden und welche Versandart zu welchem Brief passt.

Die vier Versandarten im Überblick

Vergleich der Versandarten (Laufzeiten sind Richtwerte)
VersandartLaufzeit (Richtwert)VerfolgungNachweis
B-PostIn der Regel bis drei WerktageNeinKeiner
A-PostIn der Regel nächster WerktagNeinKeiner
A-Post PlusIn der Regel nächster WerktagJaZustellnachweis ohne Unterschrift
EinschreibenIn der Regel nächster WerktagJaZustellung gegen Unterschrift

Die Laufzeiten sind Erfahrungswerte des Postnetzes, keine Zusicherung. Für Fristsachen gilt deshalb immer: Reserve einplanen und den Versandweg wählen, der den nötigen Nachweis liefert.

B-Post und A-Post: die Alltagspost

B-Post ist die günstigste Versandart und die richtige Wahl für alles, was weder eilt noch bewiesen werden muss: Offerten, Glückwünsche, allgemeine Korrespondenz. A-Post ist die schnelle Variante für eilige, aber unkritische Briefe.

Beide Versandarten hinterlassen keine Spur: weder die Aufgabe noch die Zustellung wird dokumentiert. Für Kündigungen, Mahnungen oder Einsprachen sind sie deshalb ungeeignet.

A-Post Plus: Verfolgung ohne Unterschrift

A-Post Plus verbindet die Laufzeit der A-Post mit einer Sendungsverfolgung: Aufgabe und Zustellung werden mit Datum erfasst, die Zustellung erfolgt aber ohne Unterschrift direkt in den Briefkasten. Der Empfänger muss nichts entgegennehmen und nichts abholen.

Das macht A-Post Plus zur pragmatischen Mittellösung: Sie können belegen, wann die Sendung zugestellt wurde, ohne dass der Brief an einer verweigerten Annahme scheitern kann. Für viele Kündigungen von Abos und Verträgen im Konsumbereich ist das ausreichend; wo das Gesetz oder der Vertrag einen strengen Zugangsbeweis verlangt, bleibt das Einschreiben erste Wahl.

Einschreiben: der volle Nachweis

Das Einschreiben dokumentiert die Aufgabe und die Zustellung gegen Unterschrift. Ist niemand anzutreffen, wird eine Abholungseinladung hinterlegt; auch das wird protokolliert. Diese Beweiskette ist der Standard für rechtlich bedeutsame Schreiben.

Häufige Fragen

Die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema.

Reicht A-Post Plus für eine Kündigung?

Häufig ja, etwa bei Abos und Dienstleistungsverträgen, wenn Sie frühzeitig versenden. Bei strengen Fristen oder absehbarem Streit ist das Einschreiben die sicherere Wahl, weil die Zustellung gegen Unterschrift erfolgt und die Rechtsprechung dazu gefestigt ist.

Ist die Laufzeit der A-Post zugesichert?

Nein, die Laufzeiten sind Richtwerte. Planen Sie bei Fristsachen immer mehrere Tage Reserve ein und stützen Sie sich auf den dokumentierten Nachweis, nicht auf die erwartete Laufzeit.

Was passiert beim Einschreiben, wenn niemand zu Hause ist?

Der Empfänger erhält eine Abholungseinladung und kann die Sendung innert der Abholfrist abholen. Holt er sie nicht ab, kann die Sendung je nach Konstellation trotzdem als zugegangen gelten; massgebend ist die Rechtsprechung zum Zugang.

Kann ich alle vier Versandarten online nutzen?

Ja. Sie verfassen den Brief online oder laden ein PDF hoch, wählen die Versandart, und wir drucken, kuvertieren und übergeben die Sendung dem Postnetz. Verfolgbare Versandarten erscheinen mit ihrem Status im Kundenkonto.